PFAS, also Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, sind eine große Gruppe synthetischer Chemikalien, die im 20. Jahrhundert wegen ihrer einzigartigen Beständigkeit gegenüber Hitze, Wasser, Öl und chemischem Abbau entwickelt wurden. Diese Eigenschaften machten sie für viele Branchen äußerst attraktiv, darunter Kosmetik, Textilien, Lebensmittelverpackungen und Elektronik.
In der Hautpflege und kosmetischen Formulierungen wurden PFAS historisch eingesetzt, um die Textur zu verbessern, die Haltbarkeit zu steigern, die Verteilbarkeit zu erhöhen und glatte, gleichmäßige Oberflächen zu erzeugen. Ihre Fähigkeit, leichte Filme auf der Haut zu bilden, hat sie besonders attraktiv für Produkte wie Foundations, langanhaltende Make-up-Produkte, Sonnenschutzmittel und bestimmte Pflegebehandlungen gemacht. PFAS sind jedoch für ihre Umweltpersistenz bekannt.
Im Gegensatz zu vielen organischen Substanzen bauen sie sich in der Natur oder im menschlichen Körper nicht leicht ab. Diese Langlebigkeit hat ihnen den Spitznamen „forever chemicals cosmetics" eingebracht, der ihre Fähigkeit widerspiegelt, über längere Zeiträume präsent zu bleiben, sobald sie in Ökosysteme oder biologische Systeme eingeführt wurden. Diese Persistenz hat in Verbindung mit zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und wachsender regulatorischer Aufmerksamkeit zu weitverbreiteter Besorgnis bei Verbrauchern, Gesundheitsbehörden und Branchenführern geführt.
Welche Gesundheitsrisiken sind mit diesen Substanzen verbunden?
Die Wissenschaft erforscht weiterhin das gesamte Ausmaß der gesundheitlichen Risiken von PFAS, doch wurden bereits mehrere Bereiche identifiziert, die Anlass zur Sorge geben. Diese Substanzen können sich im Laufe der Zeit anreichern, da sie resistent gegenüber natürlichem Abbau sind – wiederholte Exposition kann daher zu einer allmählichen Akkumulation führen.
Einige Studien weisen auf mögliche Zusammenhänge zwischen langfristiger PFAS-Exposition und bestimmten gesundheitlichen Auswirkungen hin, darunter Einflüsse auf die Immunfunktion, den Hormonhaushalt und Stoffwechselprozesse. Obwohl das Risiko durch kosmetische Exposition allein im Vergleich zu anderen Quellen wie kontaminiertem Wasser generell als gering eingestuft wird, verfolgen die Regulierungsbehörden zunehmend Vorsorgeansätze. Ein zentrales Anliegen ist die kumulative Exposition.
PFAS können in zahlreichen alltäglichen Produkten und Umweltquellen vorhanden sein, sodass die Gesamtbelastung aus einer Kombination von Faktoren resultieren kann – und nicht allein aus einem einzelnen Kosmetikprodukt.
Regulierungsbehörden und kosmetische Innovatoren setzen daher gleichermaßen darauf, diese Substanzen wo immer möglich zu reduzieren oder zu eliminieren, um langfristige Sicherheit und ökologische Verantwortung zu gewährleisten.
Warum werden PFAS noch heute verwendet?
"Trotz eines wachsenden Bewusstseins sind PFAS in bestimmten kosmetischen Produkten aufgrund ihrer einzigartigen funktionalen Eigenschaften nach wie vor präsent. Ihre Fähigkeit, glatte Texturen zu erzeugen, die Produktstabilität zu verbessern und die Haltbarkeit zu steigern, hat es historisch schwierig gemacht, sie durch gleichwertige Alternativen zu ersetzen. Im Make-up können PFAS zur Wasserbeständigkeit, langanhaltenden Haltbarkeit und gleichmäßigen Auftragung beitragen. In der Hautpflege wurden sie gelegentlich eingesetzt, um die Verteilbarkeit zu verbessern und leichte sensorische Erlebnisse zu schaffen. Fortschritte in der Formulierungswissenschaft und Ingredienzeninnovation machen es jedoch zunehmend möglich, diese Leistungsvorteile ohne den Einsatz von PFAS zu erzielen. Da sich regulatorische Rahmenbedingungen weiterentwickeln und die Verbrauchererwartungen in Richtung Clean Beauty-Regulierung verschieben, passt sich die Kosmetikbranche rasch an.
Heute investieren viele Premium-Hautpflege-Marken stark in sicherere, hochleistungsfähige Alternativen, die Wirksamkeit, sensorische Eleganz und Ingredienztransparenz vereinen."
Heute investieren viele Premium-Hautpflege-Marken intensiv in sicherere, leistungsstarke Alternativen, die Wirksamkeit, sensorische Eleganz und Ingredienztransparenz vereinen.